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| 10.11.2011, 09:16 Uhr |
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CDU:„Stehen zu unserem Wort“
10.11.2011
Pressereaktionen nach Stellungnahme der CDU zur Sporthallenfrage.
"Neue Westfälische"
CDU: „Stehen zu unserem Wort“
Harsewinkel(rz). Die CDU steht zu ihrem Versprechen: Die Marienfelder sollen so schnell wie möglich eine eigene Sporthalle mit Bürgerhaus erhalten. „An den Fakten hat sich seit 2008 nichts geändert. Unsere finanzielle Situation ist aber so gut geworden, dass wir uns das Projekt ohne Steuererhöhungen und zusätzliche Schuldenleisten können“, betonte gestern Fraktionssprecher Heinz Bünnigmann vor der Presse. Die Maxime der SPD „Schulsport geht vor Vereinssport“ sei ein „Totschlagargument“, sagte dazu die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Dr. Angelika Wensing, die gemeinsam mit Heinz Bünnigmann und ihrem Stellvertreter Jörg Möllenbrock die Position der Christdemokraten erläuterte. Alle Daten und Fakten deuteten darauf hin, so die CDU-Chefin, dass schon in fünf Jahren in Harsewinkel etwa 300 Schüler weniger unterrichtet würden als heute. Trotz des zunehmenden Ganztags würden auch dann die Hallenkapazitäten ausreichen. „Es ist und bleibt ein organisatorisches Problem“. Seine Sicht der Dinge formulierte Bünnigmann mit drastischen Worten: „Sport ist nicht der Nabel der Welt. Und schließlich macht der Vereinssport auch Pädagogik“ Die in den Sportvereinen tagtäglich geleistete Sozial- und Integrationsarbeit bilde eine der wichtigsten Säulen des Zusammenlebens. Jörg Möllenbrock erinnerte daran, dass die Harsewinkeler Schulen im Vergleich zu den Nachbarkommunen „superausgestattet“ seien. „Wir haben in den vergangenen Jahren sehr viel Geld in unsere Schulen investiert“. Die SPD habe 2008 alles getan, um eine Halle in Marienfeld zu verhindern, betontendieCDU-Spitzen. Und genau das passiere gerade wieder. Der Hallenbedarf sei in zwischen in zwei Gutachten belegt, Ratsbeschluss und Baugenehmigung lägen vor. Die Sportvereine der Stadt stünden zu ihrer Entscheidung für Marienfeld, wenn es denn keinen nachgewiesenen Bedarf für den Schulsport gibt. Eine Vorentscheidung in Sachen Sporthalle wird am Mittwoch, 23.November, in der Sitzung des Schul-, Kultur- und Sportausschusses fallen. Die Positionen sind dabei keinesfalls festgeklopft. Die CDU-Spitzen hoffen zwar, dass die UWG zu ihrem damals gegebenen Wort steht, doch die Unabhängigen befinden sich derzeit noch mitten im Abwägungsprozess, wie UWG-Sprecher Johannes Sieweke gegenüber der NW erklärte. „Wir rechnen noch. Aber rein gefühlsmäßig kann der Bedarf für eine Schulsporthalle nachgewiesen werden“. Wenn aber die Rahmenbedingungen stimmten und die Finanzen reichten, könnte durchaus über zwei Hallen nachgedacht werden. Klar ist die Lage für die FDP. Martin Schwitallik erinnerte daran, dass die Liberalen schon 2008 vor der Zwangkopplung von Sporthalle und Bürgerhaus gewarnt hätten. „Für uns gilt ein Grundsatz: Schule, Schule, Schule–und erst dann der Vereinssport. Ich habe damals keine Halle in Marienfeld gesehen und ich sehe sie auch auf absehbare Zeit nicht“. Andreas Faulhaber (Grüne) hofft, dass bis zur endgültigen Entscheidung verlässliche Daten und Zahlen zur Verfügung stehen. Auch er ist aber skeptisch, dass bei den Ermittlung ganz neue Erkenntnisse auf den Tisch kommen könnten. „Wenn aber ein Bedarf im Schulsport vorliegt, dann würden wir zu einer neuen Sporthalle am Standort Harsewinkel tendieren. Denn hier ist schließlich das Zentrum unserer Schulen“. Für die CDU steht bei der gegenwärtigen Diskussion die Frage der politischen Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit auf dem Spiel. Heinz Bünnigmann: „Das sind wir allen schuldig, die uns gewählt haben“.
© 2011 Neue Westfälische 10.11.2011

"Die Glocke"
CDU fordert Bau der Sporthalle
Kritik an der SPD
Von unserem Mitarbeiter JOHANNES BITTER
Harsewinkel (gl). Die CDU wird bei den bevorstehenden Etatberatungen für 2012 im Stadtrat beantragen, die Bürger- und Sporthalle an der Umgehungsstraße Anton-Bessmann-Ring in Marienfeld zu bauen. Das hat gestern Mittag Fraktionsvorsitzender Heinz Bünnigmann vor der heimischen Presse erklärt.
Er erinnerte daran, dass ein entsprechender Mehrheitsbeschluss, getragen von den 13 Stimmen der CDU und fünf der UWG, seit 2008 vorliegt. Die Gewerbesteuerrückgänge im Zug der Finanz- und Wirtschaftskrise stoppten das Projekt. Nach dem dritten Quartalsbericht über die kommunalen Finanzen sei die Investition von 3,4 Millionen Euro ohne Steuererhöhung möglich und ohne die Schuldentilgung zu verlangsamen, rechnete Bünnigmann vor. Er gehe fest davon aus, dass die UWG nicht umkippt.
In fünf Jahren werde sich die Schülerzahl in Harsewinkel um 300 verringern. Daran ändere auch die gewünschte Gesamtschule nichts, betonte die schulpolitische Sprecherin der CDU, Dr. Angelika Wensing. Die Stadt komme dem Schulsportbedarf nach. Wensing mahnte die Verlässlichkeit der Politik an: „Das Schulsporthallenproblem ist ein rein organisatorisches. Wenn die SPD jetzt die Schulsporthallen überprüfen will, ist das nichts anderes als der Einstieg in den Ausstieg der Bürger- und Sporthalle“, so die Lokalpolitikerin.
Bünnigmann konterte Aussagen seines Kollegen von der SPD, Reinhard Hemkemeyer: „Der Satz ‚Schulsport geht immer vor Vereinssport‘ taugt höchstens als Totschlaginstrument.“ Der stellvertretende CDU-Sprecher Jörg Möllenbrock pflichtete bei: „Unser Schulsystem ist vorzüglich. Der Sport gehört in die Vereine.“ Er verwies darauf, dass sowohl der Heimatverein Marienfeld als auch der Sportverein Schwarz-Weiß ein Dach über dem Kopf gebrauchten, und dass bei zwei Gebäuden in einem nur einmal Erschließungskosten anfielen.
Der SPD unterstellte Möllenbrock, „demokratische Prozesse umdrehen zu wollen“. Die UWG will er beim Wort nehmen. Bünnigmann ergänzte, dass der Hallenbedarf in Marienfeld durch zwei Gutachten belegt und die Baugenehmigung erteilt sei. Wenn der Rat das Geld freigebe, könne im Frühjahr 2012 mit dem Bau begonnen werden. Grundsätzlich hob die CDU die in Sportvereinen tagtäglich geleistete Sozial- und Integrationsarbeit als eine „der wichtigsten Säulen unseres Zusammenlebens“ hervor.
© 2011 Die Glocke 10.11.2011
aktualisiert von Karl-Heinz Diederichs, 10.11.2011, 09:21 Uhr |
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